Gewi-Projekt der Klasse 6s wird zur Umweltbewegung

„Unser Werder soll schöner werden!“ – dies war der Arbeitstitel, unter dem die Schülerinnen und Schüler der Klasse 6s im Fach Gesellschaftswissenschaften im vergangenen Monat vielfältige und kreative Projekte planten und umsetzten, die etwas in ihrer Stadt bewegen sollten. Auf diese Weise sollten sie erfahren, wie man Inhalte des im Rahmenlehrplan verankerten Themas „Demokratie und Mitbestimmung“ nicht nur lernen, sondern selbst erleben und mitgestalten kann.

Begeistert nahm die Klasse diese Herausforderung an und innerhalb kürzester Zeit stellten die Schülerinnen und Schüler Projekte auf die Beine, die die Welt um sie herum ein kleines Bisschen besser machen sollten. Diese reichten von Unterschriftenaktionen gegen Tierversuche über Plakataktionen gegen zu schnelles Fahren in verkehrsberuhigten Zonen bis hin zu Briefen an die Stadt und Bürgermeisterin Frau Saß mit Vorschlägen, wie unsere Stadt Werder etwas schöner, sicherer und lebenswerter gemacht werden könnte.

 

In einem persönlichen Gespräch mit der Bürgermeisterin erfuhren die Schülerinnen und Schüler, dass ihre Anträge und Vorschläge zum Teil sogar in die Stadtverordnetenver­­samm­lung eingebracht und dort auf ihre Umsetzbarkeit geprüft und diskutiert wurden. Frau Saß lobte das Engagement und die Einsatzbereitschaft der Klasse sehr und erklärte sich sogar bereit, für weitere Projekte und Aktionen der Klasse als Schirmherrin und Partnerin bereit zu stehen: „Meckern kann jeder, ihr aber tut aktiv etwas gegen die Probleme in unserer Stadt und das muss unterstützt werden.“ Gesagt, getan und so organisierte Werders Bürger­meiste­rin prompt einen Termin mit der Lokalzeitung „Wir sind Werder“, die einen Artikel über die Aktionen der „Umweltgruppe“ veröffentlichte, die sich aus einem der Klassenprojekte formiert hatte.

 

Zusammen mit Herrn Kallis hatte diese zwölfköpfige Schülergruppe Anfang September nach dem Unterricht den Bolzplatz sowie das umliegende Gelände der Havelauen von Müll und Unrat befreit. Unterstützt durch ihre Eltern hatte die dreiköpfige Kerngruppe des Gewi-Projektes einen Container der Firma Gieske aus Werder sowie Verpflegung für alle fleißigen Helfer organisiert und zum Großreinemachen in ihrer Klasse aufgerufen. Diesem Ruf folgten 9 weitere Mitglieder der Klasse. Bewaffnet mit Handschuhen, Greifzangen und Mülltüten gingen sie beherzt zu Werke, worauf sich der Container schnell mit allerlei Müll und Abfall füllte. Neben Zigarettenstummeln, Verpackungen und Flaschen stießen die Schülerinnen und Schüler der 6s dabei auch auf Plastikeimer, Kissen, Altmetall und sogar Autoreifen.

 

Schnell wurde der Gruppe klar, dass eine einmalige Aktion wie diese nicht genug sein würde in Zeiten, in denen sich gefühlt immer weniger Menschen Gedanken um die Folgen ihres Handelns für die Umwelt machen. Daraufhin gründeten die Schüler dann eine Umweltgruppe, die sich nun regelmäßig treffen möchte, um ihre Stadt etwas schöner zu machen. Weitere Müllsammel­aktionen, das Pflanzen von Bäumen sowie die Verschönerung des Bolzplatzes in den Havelauen durch einen Farbanstrich sind bereits geplant. Ein solches Engagement über den Unterricht hinaus kann nicht genug gelobt und gewürdigt werden – danke dafür und weiter so!